Ich fange mit dieser Seite jetzt mal ganz locker-vom-Hocker an, ohne Struktur. Wie ich mich kenne, endet das aber sicherlich nett sortiert.... :-)
Da kann ich immer gut kontern. Erstens bin ich auch beruflich stark eingespannt und zweitens bin ich FAUL, gerade was den Haushalt anbelangt. Meine Rede ist immer "eine ordentliche Mahlzeit darf mich nicht mehr als 30 Minuten Arbeitszeit kosten. Wenn es mal länger dauert - dann ist was schief gelaufen". Übrigens gehen einige Dinge sogar flotter als bei Normalkost, da ich Obst überhaupt nicht mehr schäle und Gemüse nur in Ausnahmefällen wie z.B. Kohlrabi. Aber Kartoffeln verwende ich zu 90% ungeschält, wenn's dann mal ohne Schale sein soll, als Pellkartoffeln (was auch fix geht).
Leute, macht euch Salatsoße im Voraus! Ein größeres Glas mit Schraubdeckel, das in die Kühlschranktür passt, eignet sich hervorragend. Ich habe zwei Gläser in passender Größe, sodass ich die nächste Soße schon vorbereiten kann, wenn das eine Glas fast leer ist oder gerade leer geworden ist, ich aber nicht auf die nächste Spülmaschinenwäsche warten möchte.
Morgens schon die Rohkost vorbereiten, alles klein schneiden, in einer Art Tupperdose aufbewahren. Wer morgens lieber zeitlich knapp kalkuliert, kann das auch am Vorabend machen, das hält sich auch. Der Vitaminverlust ist, das habe ich mehrfach gelesen, weit geringer, als uns immer weis gemacht wird.
Frischwaren nur einmal in der Woche kaufen (ich lasse mir das von einem Bioladen bringen), im Normalfall hält sich das alles sehr schön. Bei mir hat sich bewährt: Empfindliches Gemüse in feuchte Geschirrtücher einschlagen und im Kühlschrank aufbewahren. Kohlrabi, Paprika, Tomaten, Salatgurken halten sich auch so im Kühlschrank gut. Ist die Butter knapp im Datum, lässt sie sich prima einfrieren. Schmand lässt sich auch einfrieren, wird aber nicht so schön nach dem Auftauen. Damit ist das Shoppen erledigt - und so zwischendurch brauche ich nur Kleinigkeiten nachzukaufen.
Darauf achten, dass beim Entnehmen kein Mark am Glasrand "hochgezogen" wird. Die Oberfläche gut mit Öl bedecken. Verhindert Schimmel. Dank an Andrea, die das irgendwo gelesen & mir erzählt hat.
Die Kochzeiten von Getreide werden deutlich kürzer, wenn die Körner vorher eingeweicht werden. Das gilt speziell für Hirse, die nach 2-3 Stunden Einweichzeit nur noch Aufkochen und dann Ausquellen muss. Auch die Kochzeit von Naturreis wird dadurch auf unter eine halbe Stunde gesenkt und damit wird es dann möglich, auch eine Gemüsepfanne daraus zu machen. Zum Beispiel morgens Reis mit Wasser in eine Pfanne geben. Abends schnipp-schnipp-schnipp noch etwas Gemüse drauf schneiden oder das auch schon vorbereiten und in einer Tupperdose aufbewahren: Zum Kochen bringen, bei geschlossenem Deckel auf kleinster Flamme 25 Min dünsten lassen, schon ist ein leckeres Gericht fertig. Die Zeit reicht auch noch, um eine Soße herzustellen.
Wer nicht darauf besteht, Gummibrötchen zu essen, kann sie einfrieren. Ich mag z.B. nicht besonders gerne eingefrorenes Brot, da esse ich das Brot lieber älter und härter. Bei Brötchen ist das anders. Bewährt hat sich: Lauwarme oder gerade abgekühlte Brötchen in Portionen (z.B. 4 Stück) in ein Geschirrtuch wickeln, in eine Gefriertüte geben und einfrieren. Zum Essen dann (1) einige Stunden in einem Geschirrtuch auftauen lassen, auf ein Backblech setzen, gut mit Wasser einsprühen und ca. 10 Minuten bei 190°C (Heißluft) aufbacken (evtl. vorher einige Minuten vorheizen) oder (2) direkt aus dem Gefrierschrank auf ein Backblech setzen, sehr gut einsprühen und bei 190°C etwa 15 Minuten backen.
Frisch gemahlenes Mehl ist am Besten, weil da alle Vitalstoffe noch drin enthalten sind. So habe ich mir das auch eingebläut und immer brav ein oder zwei Esslöffelchen Körner gemahlen, wenn ich sie gerade brauchte. Da ich jedoch meist "ungeplant" koche, stand ich dann gelegentlich mit leeren Händen in der Küche. Oder ich hatte einen klebrigen Teig an der Hand, dem gerade noch ein Esslöffel Mehl fehlt. Lästig.... Also habe ich mir angewöhnt, ein wenig Mehl im Voraus zu mahlen. Etwa ein Marmeladenglas Dreiviertel voll. Wenn es zur Neige geht oder mir zu "alt" wird (ich habe ja ein Gräuel vor Tierchen), schütte ich den Rest in den nächsten Brotteig. Meist aber verbrauche ich diesen kleinen Vorrat locker in zwei oder drei Wochen. Okay, das ist dann nicht mehr ganz so gesund - aber sicher noch besser als fertig gekauftes Mehl vom Typ 405!
Natürlich habe ich eine Waage, auf der ich tarieren kann - d.h. ich stelle eine leere Schüssel auf die Waage, drücke den Einschaltknopf nochmal, die Waage stellt sich auf Null und wiegt nun alles, was ich hinzuwiege. Prima. Manchmal aber habe ich schon eine volle Schüssel. Was tun?Es gibt zwei Möglichkeiten:
Das kann ich nicht nachvollziehen. Die einzelnen Lebensmittel sind im Vergleich sicher "teurer", aber dafür spare ich ja auch sehr, weil ich kein (oder andere Vollwertler zumindest viel weniger) Fleisch kaufe. Wer konsequent Brot selbst back und das Mehl mahlt, spart dann auch. Wobei es natürlich eine Weile dauert, bis sich eine Getreidemühle amortisiert hat. Sehr viel spare ich durch die Herstellung eigener Süßigkeiten. Meine Marzipanpralinen können mit jeder Konfiserie mithalten - und kosten mich nicht mal die Hälfte.
Viele Dinge, die ich früher in Haushaltsfolie eingepackt habe, wickle ich heute in feuchte Geschirrtücher. Alte Honiggläser u.ä. eignen sich auch hervorragend für die Vorratshaltung - und kosten praktisch nichts. Wenn ich dann wirklich einmal Folie brauche, nehme ich Plastiktüten. Nein, nicht die Taschen, die ich teuer kaufen muss - diese dünnen Plastiktütchen, die man z.B. auf dem Markt bekommt. Bestens zum Einwickeln von Teig zum Ruhen oder Abdecken von Hefeteigen. Eine große Tüte, in die mein Backblech passt, habe ich z.B. von der Reinigung.
Wenn selbstgeerntete Walnüsse ein gewisses Alter erreichen, wird das Knacken eine Qual: Sie zersplittern, dennoch lässt sich die Nuss manchmal kaum aus der Schale puhlen. Frustig! Was geschieht beim Altern der Nüsse?, dachte ich mir. Vor allem trocknen sie aus. Also habe ich mal ein paar Nüsse einige Stunden in Wasser eingelegt. Es half! Nicht nur ist das Knacken der Schalen einfacher geworden, wenn die ganzen Nüsse lange genug (12 Stunden) in Wasser gelegen hatten, wurden die Kerne auch wieder frisch in Geschmack und Aussehen.
Vieles, das ich früher weggeworfen habe, kann ich jetzt weiterverwenden.
Es ist doch zu schade, dass Einweichwasser von Trockenfrüchten einfach wegzuwerfen. Verwendung kann es finden als: Kochflüssigkeit für süßen Haferbrei, Kochflüssigkeit für Gemüse mit orientalischer Würzung und vor allem auch als Einweichwasser für das Frischkornmüsli (ist nicht ganz streng "Brukerisch", aber besser als wegschütten bestimmt <g>).
Mittlerweile brauche ich mehr Einweichwasser, als ich "produzieren" kann, da ich so viel Trockenfrüchte nicht essen mag und will. Ich habe nun einfach nur einen Esslöffel Rosinen in einem ganzen Glas Wasser eingeweicht, ab und zu drücke ich mit dem Löffel auf die Rosinen. Nach ein paar Tagen kann ich die Rosinen mit in ein Dressing geben und vorher das Einweichwasser "ernten".
Kochwasser von Gemüse fällt bei mir selten an, da ich Gemüse eher dünste. Wenn ich aber Gemüse mal dämpfe, z.B. im Thermomix, behalte ich doch Kochwasser übrig. Auch das ist ein Jammer, es einfach wegzuwerfen. Es für neues Gemüse zu verwenden ist eine (bekannte) Möglichkeit. Ich habe jetzt noch eine andere entdeckt: Zum Backen von Brot und Brötchen und anderen herzhaften Gebäcken eignet es sich vorzüglich statt einfachem Wasser..
Im September habe ich einen Kursus "Kaltes Büffet" in Lahnstein besucht. Wieder konnte ich viele Tipps mit nach Hause nehmen. Mal sehen, woran ich mich noch erinnere:
Im August habe ich bei der Firma Manz (www.der-manz.de) einen Koch- und Backkurs besucht. Das war hochinteressant. Am Besten aber war zweifellos der Backteil bei zwei Bäckermeistern. Einmal war es faszinierend zu sehen, wie die einen Teig mal kurz rechts, kurz links anpacken, einmal rumwerfen - schon ist das Brot fertig, während wir Teilnehmer nur einmal an den Teig packten - und schon klebte er. Ganz hervorragend war für mich jedoch der Umgang mit dem Hefeteig. Ich habe gelernt: